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  • Sprit sparen: Autos umrüsten auf Autogas (LPG) oder Erdgas

    Geschrieben am 22. November 2008 GreenZine Keine Kommentare

    White Van powered by gas
    Nur mit Extra-Hinweis erkennbar: Ein auf Autogas umgerüstet Fahrzeug – Bild: thingermejig

    Eine Umrüstung Ihres PKWs auf Auto- oder Ergas verspricht enorme Einsparungen – schließlich kostet der Treibstoff bis zu 50% weniger als Benzin. Dazu ist Autogas umweltfreundlicher als Benzin. Doch was kommt mit der Umrüstung auf Sie zu und lohnt sich das wirklich? Das klären wir in diesem Beitrag.

    Autogas und Erdgas – was ist das?

    Unter Autogas (kurz: LPG genannt – bezeichnet man Flüssiggas, welches zur Verwendung in Verbrennungsmotoren zugelassen ist. Diese Form des Kraftstoffes wird bei einem Druck von etwa 5 bis 10 bar flüssig gespeichert.

    Möglich ist auch, ein KFZ auf die Verwendung von Erdgas umzurüsten (kurz: CNG genannt – Compressed Natural Gas).

    Der Vergleich zwischen Autogas und Erdgas

    Autogas ist ein immer beliebterer Kraftstoff als Ersatz für das mittlerweile so teuer gewordene Benzin. Nicht nur weil er sich günstiger beschaffen lässt, sondern weil er auch wesentlich umweltfreundlicher ist.

    Beispielsweise fallen beim Schadstoffausstoß unter Verwendung von LPG etwa 80 % weniger Stickstoff und 50 % weniger unverbrannter Kohlenwasserstoff an.

    Da Autogas eine geringere Dichte aufweist als Benzin, entsteht zuerst einmal ein volumetrischer Mehrverbrauch gegenüber herkömmlichem Kraftstoff; durch den höheren Brennwert von LPG wird jedoch effektiv etwa 30 % weniger Kraftstoff verbraucht. Aktuell liegen die Kosten für einen Liter Flüssiggas bei durchschnittlich 70 Cent.

    Für Autogas gibt es 2008 in Deutschland etwa 4000 Tankstellen – Tendenz stark steigend. Auch im Ausland findet man mittlerweile viele Tankstellen, sodass man keine Gefahr läuft, einmal ohne Gas dazustehen. Die Verteilung von Autogas geschieht – wie beim Benzin auch – mittels Tankwagen, die das flüssige Gas anliefern.

    Erdgas stellt heutzutage ebenfalls eine sinnvolle Alternative zu Benzin dar. Bei einem Druck von 200 bar wird Erdgas gespeichert und durch einen Hochdruckregler auf etwa 7 bar minimiert. Auch beim Erdgas wird ein wesentlich geringerer Schadstoffausstoß verzeichnet, was sich natürlich positiv auf die Umwelt auswirkt.

    Erdgas kostet momentan durchschnittlich ein paar Cent weniger als LPG, jedoch ist durch den höheren Druck und den damit verbundenen dickwandigeren Tanks auch eine geringere Reichweite zu verzeichnen. Die Verteilung von Erdgas geschieht mittels Pipelines, an denen dann die Zapfsäulen angeschlossen werden. Das Gas stammt von den örtlich ansässigen Gasbetrieben.

    Einen Kostenvergleich kann man sich unter www.autogas-boerse.de ansehen, hier steht ein nützlicher Online-Rechner zur Verfügung, mit dem man sich sowohl für Autogas als auch für Erdgas diverse Faktoren im Vergleich zum Benzin ausrechnen lassen kann.

    Autogas LPG
    Bild: Robert Brook

    Aber ist der Gasbetrieb auch sicher?

    Oftmals stellen Interessierte sich die Frage, ob die Sicherheit mit Auto-bzw.Erdgastanks trotzdem noch gegeben ist – hier kann definitiv Entwarnung gegeben werden!

    Diverse, von rennomierten Betrieben wie beispielsweise dem ADAC durchgeführten Tests zeigen, dass bei einem Crash in keinem Fall die im Fahrzeug befindlichen Tanks beschädigt werden; auch Brandtests fielen negativ aus; zu keinem Zeitpunkt besteht eine Explosionsgefahr.

    So funktioniert die Umrüstung

    Wer sich nun für die Umrüstung seines Fahrzeuges auf Autogas oder Erdgas entschieden hat, der sollte eine fachkompetente Werkstatt aufsuchen und sich erst einmal ausführlich beraten lassen.

    DIe Umrüstung auf Autogas erfolgt mittels eines zusätzlichen Tanks, welcher entweder in der Reserveradmulde oder im Kofferraum untergebracht wird; möglich sind mittlerweile auch Tanks, die unter dem Fahrzeug angebracht werden. Der Benzintank bleibt erhalten, sodass wahlweise Benzin oder Autogas gefahren werden kann. Das Umschalten erfolgt während der Fahrt wahlweise manuell oder automatisch. Mit Autogas betriebene Fahrzeuge können entweder mit Benzin gestartet werden und anschließend auf Gas umgestellt werden, oder sie starten direkt mit Autogas. Mittlerweile werden sogar Anlagen mit Flüssiggaseinspritzung angeboten. Welche Anlagenform für den Nutzer sinnvoll ist, sollte in jedem Fall mit einer Fachwerkstatt abgeklärt werden.

    Bei der Umrüstung werden separate Spritschläuche zum Motor verlegt, durch die das Autogas fließen kann. Zwischen dem Motor und der Zuleitung sitzt dann ein Verdampfer, der analog zum Vergaser das Flüssiggas mit Sauerstoff zu einer zündfähigen Mischung verarbeitet. Ein umgerüstetes Fahrzeug ist in der Bedienung und bei den Fahreigenschaften nicht unterschiedlich zum herkömmlichen, mit Benzin betriebenen Fahrzeug – auch die Wartung kann genauso erfolgen.

    Piggy Bank
    Autogas kann richtig Geld sparen – Bild: annia316

    Das kostet die Umrüstung

    Die Kosten für eine Umrüstung betragen je nach Fahrzeug und Anbieter durchschnittlich etwa 2.200 Euro; es können nur Benzinfahrzeuge umgerüstet werden.

    Nur zugelassene Fachbetriebe dürfen die Umrüstung durchführen. Nach dem Einbau muss die Anlage von TÜV oder DEKRA abgenommen werden.

    Eine Umrüstung auf Erdgas funktioniert ähnlich und darf ebenfalls nur von zertifizierten Werkstätten vorgenommen werden; der Einbau ist jedoch etwas teurer als bei Autogas.

    Sowohl für Autogas als auch für Erdgas bieten viele Hersteller mittlerweile den Kauf von Neuwägen mit dieser Technik an; dies ist im Normalfall günstiger, als ein älteres Fahrzeug mit dieser Technik auszustatten. Oftmals erhält man für das Umrüsten eines Fahrzeugs eine Vergünstigung in Form von Zuschüssen, die entweder von den ansässigen Erdgasbetrieben oder vom Land direkt gezahlt werden.

    Wer auf der Suche nach einer kompetenten Werkstatt für eine Umrüstung ist, der sollte sich vielleicht einmal unter www.autogas-umruestungen.de umschauen; hier sind zertifizierte Partnerwerkstätten aufgelistet. Auch auf www.sparenmitautogas.de finden Interessiere jede Menge Werkstätten, die eine Umrüstung anbieten.

    Im Normalfall empfiehlt es sich auch, einfach ein wenig herumzufahren und sich die Werkstätten in der Nähe einmal anzusehen – meistens haben entsprechende Betriebe die Qualifikation zur Umrüstung bereits in Form von Schildern oder Hinweistafeln deutlich im Außenbereich zur Kenntnis gebracht.

    So viel können Sie sparen

    Bereits nach einer Fahrleistung von etwa 30.000 km hat man die Kosten, die eine Gasanlage verursacht haben, wieder drin und kann nach diesem Zeitpunkt wirklich bares Geld sparen. Der Einbau lohnt sich also in jedem Fall, wenn man viel mit dem Auto unterwegs ist – nicht zu vergessen ist in jedem Fall auch der Aspekt mit dem Umweltschutz.

    Im Laufe der nächsten Jahre wird auch Benzin immer wieder teurer werden, sodass langfristig gesehen bei einer Neuanschaffung eines Fahrzeuges in jedem Fall ein Modell mit integriertem Gastank gewählt werden sollte.

    Ein Vergleich zwischen verschiedenen Werkstätten lohnt sich in jedem Fall – die Preisunterschiede schwanken hier, wie auch bei vielen anderen angebotenen Dienstleistungen, nicht selten um einige hundert Euro.

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