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  • Gen-Milch von Großmolkereien

    Geschrieben am 17. April 2009 GreenZine Keine Kommentare

    Do you think he's alive???.......
    Credit: law_keven

    Genmanipulierte Lebensmittel können trotz Verboten in den Nahrungskreislauf gelangen – so eine neue Greenpeace-Studie. So sollen drei deutsche Groß-Molkereien Gen-Soja aus Südamerika verfüttert haben. Die Umweltaktivisten von Greenpeace haben Proben von Höfen genommen, die Milch an die Marken “Allgäuland”, “Bärenmarke” und “Weihenstephan” liefern – also keine kleinen Molkereien. Zwar ist der Anbau von Gen-Mais in Deutschland verboten – trotzdem gelangen über Importe genveränderte Lebensmittel in die Supermarkt-Regale – über den Umweg der Futtermittel. Dass es auch anders geht, zeigt beispielsweise “Landliebe”, denn dessen Milchproduzenten setzen keine Gen-Pflanzen ein.

    Besonders peinlich: Alle untersuchten Milchmarken werben natürlich mit der Natur und “glücklichen Kühen” – und insofern auch mit einer naturnahen Produktionsmethode. Am Samstag werden deshalb Greenpeace-Mitglieder in vielen Städten vor etwa 80 Supermärkten protestieren und versuchen die Verbraucher informieren.

    Hintergrund: Genmanipulierte Pflanzen gelten als Risikotechnologie. In der Agrarwirtschaft wird überwiegend die “Grüne Gentechnik” eingesetzt. Da die Funktion der meisten Pflanzen-Gene unbekannt ist, muss man die Steuerung des Gens modifizieren. Dabei werden Effekte von Genen normalerweise durch einen Vergleich dreier Pflanzenpopulationen aufzuklären versucht (Wildtyp, Überexpressoren und „Knock out“-Population). Hierfür gibt es verschiedene Techniken, wie etwa RNAi. Allen Techniken ist gemein, dass sie doppelsträngige RNA produzieren, die der Pflanze den „Befehl“ gibt, „normale“ Ribonukleinsäure des zu untersuchenden Gens abzubauen. Außerdem gehören auch deskriptive Techniken zur Standardausrüstung der gentechnischen Pflanzenforschung. Dabei werden Gene kloniert, dann bestimmt man die Häufigkeiten von Transkripten (Bauanleitungen für Proteine) oder mittels so genannter DNA-Chips gleich die meisten Gene einer Pflanze in ihrer Ablesehäufigkeit. Der Agrobakterium-vermittelte Gentransfer ist ebenfalls eine wichtige Technik. Bei dieser gentechnischen Methode werden einzelne Erbfaktoren von Zellen eines Organismus in Zellen eines anderen Lebewesens übertragen.

    Die “somatische Hybridisierung” wiederum erlaubt es, gewünschte Merkmale verschiedener Elternpflanzen zu kombinieren. Im Vergleich zum Agrobakterium-vermittelten Gentransfer müssen hierbei keine spezifischen Gene identifiziert und isoliert werden. Außerdem wird damit die Einschränkung der Transformation (Gentransfer) überwunden, nur wenige Gene in einen vorgegebenes Erbgut einführen zu können. Auch kann bei der Zellfusion die Chromosomenzahl der Zellen multipliziert werden, also die Anzahl der Chromosomensätze (Ploidiegrad) erhöht werden. Dies kann die Ertragsfähigkeit von Pflanzen steigern (Heterosiseffekt). Molekulare Marker oder biochemische Analysen werden genutzt, um aus der somatischen Hybridisierung hervorgegangene Pflanzen zu charakterisieren und zu selektieren. (Quelle Hintergrund: wikipedia)

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