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  • Vor- und Nachteile von Holzhäusern

    Geschrieben am 11. Januar 2009 GreenZine Keine Kommentare

    Typicall wooden swiss house
    Bild: Tambako the Jaguar
    Da inzwischen bekannt ist, dass z. B. die kürzere Lebensdauer von Holzhäusern ein Vorurteil ist, kann man bei der Bauplanung ohne Bedenken auch diese Bauweise in Betracht ziehen. (Bei der Wartung und Pflege eines Holzhauses, die die eines Hauses in konventioneller Bauweise nicht übersteigt, ist mit einer Lebensdauer von mindestens einhundert Jahren zu rechnen.)Der Wärmeschutz beim Holzhaus ist weitaus besser als bei einem Haus in Massivbauweise. Durch diesen Wärmeschutz und die Sauerstoffspeicherung des Holzes, sinkt der Energieverbrauch und somit die Heizkosten. Bedingungen, wie sie die Energiesparverordnung stellt, werden sogar unterboten. Die Holz-Außenwände weisen einen niedrigen U-Wert auf, durch die natürliche Wärmedämmung von Holz werden weniger Dämmstoffe als beim Massivhaus benötigt. Dies wirkt sich auch auf die Wohnfläche aus, da die geringeren Querschnitte der Wände eine bessere Raumnutzung erlauben. Auch beim Raumklima hat das Holzhaus die Nase vorn, da Holz die Fähigkeit besitzt, Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeits-Schwankungen auszugleichen. Dies verspricht zu jeder Jahreszeit ein angenehmes Raumklima. Ein weiteres Plus, vor allem für Allergiker, ist die Eigenart des Holzes, Schadstoffe aus der Luft zu binden und dadurch eine gesunde Wohnsituation zu ermöglichen außerdem verhindert Holz als Baustoff elektrostatische Aufladungen.

    Holz ist gesund

    Dass die warme, gemütliche Ausstrahlung von Holz noch eine wohltuende Wirkung auf die Psyche hat und somit hilft Stress abzubauen, sollte auch nicht vernachlässigt werden. Beim Bau wirkt sich die kurze Bauzeit, bedingt durch geringes Gewicht und problemlose Verarbeitung der vorgefertigten Bauteile, positiv aus. Ein Bezug des frisch fertig gestellten Hauses ist auch sofort möglich, da die Holzteile bereits vor der Verarbeitung getrocknet werden und die Trocknungsphase konventioneller Hausbauten entfällt.

    Die Nachteile

    Nachteile, wie sie vor einigen Jahren noch vorhanden waren, vor allem in den Bereichen Schallschutz und Brandschutz sind heute merklich geringer geworden. Zu beachten ist allerdings, dass nachträgliche Änderungen, z. B. bei Raumgröße und -Verteilung, nur sehr bedingt möglich sind. Daher sind die Bauplanungen sehr sorgfältig auszuführen. Die oft erwähnte Gefahr der Setzung ist ein Qualitätsmangel, der recht selten vorkommt. Die Setzung tritt ein, wenn nicht genügend getrocknetes Holz zum Bau verwendet wird und sich die aufgestellten Wände durch das Gewicht der Decke und des Daches absenken.

    Eine grundlegende Entscheidung ist natürlich für die Bauart des Holzhauses zu treffen. “Holzhaus” ist ein Überbegriff für beispielsweise Holz-Skelettbauten, Fertighäuser, die in Tafelbauweise errichtet werden, Holzrahmenbauten, Blockhaus-Imitationen, im weiteren Sinne Fachwerkhäuser, Blockhäuser, die mit Vierkant- oder Rundbohlen errichtet werden. Unterschiede ergeben sich aus den verschiedenen Arten des Tragwerkes und der Verbindungen, aber auch aus dem Holzanteil des verbauten Massivholzes. Die älteste Holzhaus-Variante ist die Blockbauweise, mit dem höchsten Holzanteil. Eine weitere Spielart des Blockhauses ist das Blockbohlenhaus, welches industriell vorgefertigt wird, im Gegensatz zu den aus natürlich gewachsenen Stämmen gebauten Naturstammhäusern, die vor allem wegen ihrer hohen Fertigungskosten eher zu den seltener errichteten Holzhäusern gehören. Die industriell vorgefertigten Blockhäuser bestehen in der Regel aus Rundbohlen, mit einem Durchmesser bis 250 mm, oder in massiven, bzw. verleimten, gehobelten Balken. Das Ganze besitzt wahlweise eine ein- bzw. zweischalige Wand-Konstruktion. Wie wird solch ein Blockhaus nun errichtet? Die Balken werden mit dicken Holzdübeln miteinander verbunden. Zwischen den Balken und den Verkämmungen an Haus- und Zimmerecken werden unsichtbar Dichtungsbänder eingebaut. Die massiven Balkenwände werden mit Gewindestangen angezogen, vorzugsweise nicht nur an den Eckverkämmungen der Hausecken, sondern auch bei den Kreuzecken der Wände. Nun werden T-Leisten mit Dichtungen in die Wandnuten eingesetzt um das Setzen beim Einbau von Fenstern und Türen zu verhindern. Vorteil dieser Fertigungsart ist ein weitgehendes Ausbleiben von Pannen und Problemen beim Bau, da die Bohlen mit Hilfe von computergesteuerten Maschinen passgenau gefertigt werden. Auf der Baustelle werden die markierten, zur Montage bereiten Holzteile nach Bauplan zusammengesetzt. Abzuraten ist von Blockbohlenhäusern die einzig die Optik eines solchen haben, da lediglich Holzbohlen von rund 50-60 mm auf eine Holzkonstruktion aufgebracht werden. Diese dünnen Bohlen werden mit Nägeln oder Schrauben auf dem Trägerwerk montiert, die für Blockhäuser typischen Kreuzverkämmungen werden mit aufgesetzten Blockbohlenstücken simuliert. Bei diesen Häusern besteht eine hohe Gefahr von Wandsenkungen und Rissbildungen.

    Das müssen Sie bei Heizung und Sanitär beachten

    Heizung und Sanitärinstallationen sind sorgfältig zu planen, da man im fertigen Holzhaus wenig ändern oder ergänzen kann. Die Installationen sollten von einem Fachmann durchgeführt werden, der sich mit Holzhäusern auskennt, da hier -im Gegensatz zu Gebäuden aus Stein- Dehnungsausgleicher eingeplant werden müssen. Von Vorteil ist eine Fußbodenheizung, weil herkömmliche Heizkörper meist nicht zu der rustikalen Holzhaus-Atmosphäre passen.

    Keller: Ja oder Nein?

    Bei der Planung stellt sich immer wieder die Frage, ob Keller ja oder nein. Dazu sollte man Folgendes bedenken: Verzichtet man auf einen Kellen von beispielsweise 10 x 10 Metern, spart man in etwa 15000 Euro. Dafür verzichtet man gleichzeitig auf etwa 20 qm Raum für die vorhandene Haustechnik und etwa 70 qm Nutzraum. Entscheidet man sich für den Kellerbau,. muss man keinen Raum auf der eigentlichen Wohnfläche beispielsweise für die Heizungsanlage opfern und man kann zudem bei Bedarf später noch etwas Geld investieren, um seinen Kindern oder Eltern eine Einliegerwohnung zu ermöglichen.

    Das sind die Anbieter

    Hier nun ein paar Anbieter von Holzhäusern, in verschiedenen Ausbaustufen: Adlerhaus Gmbh, Dan-Wood House, EWD-Holzhaus GmbH, Finnla-Haus GmbH, Frammelsberger Holzbau GmbH, Fullwood Wohnblockhaus, Honka Blockhaus GmbH, Isartaler Holzhaus, Lapponia House Deutschland GmbH, Nordic Flair, PolarLifeHaus, Schwedenhaus24 GmbH, Weberhaus GmbH & Co. KG. Den Bau des Holzhauses durch einen Schreiner empfiehlt sich nicht, da es genügend Firmen gibt, die sich mit nichts anderem beschäftigen als Holzhäuser zu bauen und damit die nötige Erfahrung mitbringen, bzw. kostengünstiger bauen und die nötigen Vertragspartner an der Hand haben, wie für Planung, Kellerbau, Hausinstallationen usw.
    Den richtigen Baupartner findet man, indem die zuvor ausgewählten Anbieter nochmals anhand folgender Stichpunkte verglichen werden: Wie lange ist der Anbieter am deutschen Markt vorhanden?; wo stehen Musterhäuser, die man sich anschauen kann?; stellt der Anbieter seine Häuser selbst her, oder lässt er die Teile fertigen, bzw. sind die Häuser komplett von einem anderen Hersteller?; Erhält man Referenzkontakte?; Wie sind die Zahlungsmodalitäten? Was beinhaltet der vereinbarte Preis?; Wie genau ist die Baubeschreibung?; Welche Dämmung, Fensterart wird angeboten? Werden verschiedene Ausbaustufen angeboten, um z. B. durch Eigenleistungen den Preis senken zu können?; Inwiefern hat man Wahlmöglichkeiten beim Ausbau?

    Tipp: Lesen sie auch unseren Artikel “Vor- und Nachteile der Holztafelbausweise”.

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