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  • Häuser: Vor- und Nachteile der Holzständerbauweise

    Geschrieben am 28. Dezember 2008 GreenZine Keine Kommentare

    Häuser in Holzständerbauweise werden im Bereich der Bauwirtschaft auch als Kinder des energiesparenden und umweltfreundlichen Bauens bezeichnet. Sie sind Holzhäuser einer neuen Generation und stellen mit ihren unterschiedlichen Vor- und Nachteilen wie auch alle anderen Gebäude eine Herausforderung dar. Die Holzständerbauweise basiert auf anderen Bauformen unter der Verarbeitung von Holz und ist nur eine Weiterentwicklung der schon bekannten Holzbauweisen.

    Das Grundprinzip der Holzständerbauweise beruht auf einer Errichtung des Hauses auf Holzstützen. Diese werden nach einem bestimmten Schema angeordnet und miteinander verbunden. Danach erfolgt das Verkleiden der Holzstützen mit entsprechenden Verplattungen aus unterschiedlichen Materialien. Spezielle Dämmstoffe dienen zum Befüllen zur Wärmedämmung des Hauses und werden in die Zwischenräume zwischen Innen- und Außenwand eingebracht. Zur Vereinfachung der Errichtung und zur Beschleunigung des Bauvorganges werden die für den Innenausbau benötigten Wände häufig industriell vorgefertigt. Es werden hierzu Baustoffe eingesetzt, welche von leichter Qualität sind. Häuser in Holzständerbauweise sind zweischalige Häuser, da sie aus zweischaligen Wänden bestehen.

    Die Vorteile

    Ein Vorteil der Erstellung eines Hauses in Holzständerbauweise gegenüber einem Massivhaus besteht ist schon im Aufbau. Da bei einem Massivhaus überwiegend feuchte Baumaterialien wie Mörtel, Putz, Beton oder Estrich verwendet werden, entsteht eine lange Trockenzeit, ehe mit dem Bau fortgefahren werden kann. Meist ist es bei einem Massivhaus so, dass schon das Einlegen der Bodenplatte oder das Mauern des Kellers viel Zeit in Anspruch nimmt. Nach dem Errichten zeichnen sich Häuser in Holzständerbauweise durch eine enorme Standsicherheit aus. Das verwendete Holz garantiert eine lange Haltbarkeit und Tragfähigkeit.
    Der Einsatz von Holz reduziert die Baukosten um ein Vielfaches, da Holz nicht so preisintensiv ist wie die herkömmlichen Baustoffe, welche zusätzlich mit Wasser vermischt und unter Energieverbrauch angerichtet werden müssen. Auch hierbei entstehen wiederum Nebenkosten.
    Die Errichtung von Häusern auf Basis der Holzständerbauweise kann überwiegend durch Zimmerei- und Tischlereifirmen erfolgen. Dennoch ist es ratsam, Handwerker einzubeziehen, die sich mit dem Innenausbau und der Einbringung der Dämmung auskennen. Das entsprechend den Erfordernissen exakte und fachlich kompetente Ausführen des Baus ist die Voraussetzung, um spätere Schäden zu vermeiden.
    Bereits in die Planung und der Konzeption eines Hauses in Holzständerbauweise werden schon alle wichtigen Vorkehrungen einbezogen, welche für den nachfolgenden Innenausbau grundlegend sind. Die Holzständerbauweise stützt sich auf hochentwickelte bauphysikalische und statische Erkenntnisse, wobei die Komplettierung der Bauweise mit den technischen Erfordernissen die Basis für den Innenausbau darstellt. Schon bei der Erstellung des Grundgerüstes werden lüftungs-, heiz- und klimatechnische Erfordernisse eingeplant und beim Bau exakt berücksichtig.

    Energiebilanz

    Fertighäuser in Holzständerbauweise besitzen unter den Passivhäusern einen Heizenmaterialverbrauch von etwa 15 bis weniger als 3 Liter Heizöl pro Quadratmeter. Diese Häuser sind bekannt als Niedrigenergiehäuser, da sie sehr wenig Energie verbrauchen. Als weiterer Aspekt in Bezug auf Umweltfreundlichkeit und eine wohnliche Atmosphäre sind Fertighäuser in Holzständerbauweise sehr gut für Allergiker geeignet, da sie ein überwiegend trockenes und gesundes Wohnklima garantieren. Sie werden daher auch als Heilraumbau bezeichnet. Die Holzkonstruktion gewährleistet keine Wärmespeicherung, sie besitzt aber die Eigenschaft des schnellen Abkühlens und Wiederaufheizens der Innenräume. Dies ist die Basis für geringe Verluste an Wärme. Eine durch die Dämmung der Wände erzielte Wärmespeicherung führt zu einem geregelten Raumklima. Durch die Einbringung von wärmedämmenden Dichtmaterialien besitzt das Haus in Holzständerbauweise eine vollständige Wärmeisolierung, welche eine Ersparnis der später zu erbringenden Heizmaterialien bedeutet. Es handelt also hierbei nicht nur um ein teilweise gedämmtes Haus, sondern um eine komplette Wärmeisolierung.

    Unterkellerungsmöglichkeiten

    Auch bei Häusern in Holzständerbauweise besteht die Möglichkeit einer Unterkellerung. Dieser wird dann überwiegend gemauert oder durch das Verlegen einer Bodenplatte realisiert. Auf das Kellergeschoss werden dann in üblicher Weise die Holzstützen aufgebracht und montiert. Vielfach wird empfohlen, ein Holzständerhaus mit einem Keller zu versehen, da mit einem Keller mehr Stauraum entsteht und ein geeigneter Stahlbetonfertigkeller auch Platz für weitere Räume schafft. Vielfach wird aber auf die Unterkellerung verzichtet, um Baukosten zu sparen.

    Die Nachteile

    Als nachteilig bei der Holzständerbauweise erweisen sich eine Vielzahl von Faktoren. Die Bauweise der Holzständerhäuser benötigt eine enorm exakte und maßgenaue Bauausführung. Wird diese Voraussetzung nicht erfüllt, dann können diese Häuser unter den äußeren Einflüssen stark leiden. Die Technik der Häuser ist kompliziert. Insbesondere eine Beschädigungen des Feuchteschutzes an den Außenwänden kann schnell dazu führen, dass die wärmedämmende Wirkung verloren geht. Der Feuchteschutz an den Außenwänden stellt die Voraussetzung dar, damit keine Feuchtigkeit in die Zwischenräume dringen kann, er wird auch als sogenannte Dampfsperre bezeichnet. Wird diese Wirkung unterbrochen, dann kann es zu Pilzbefall und im Nachhinein zur Zerstörung der tragenden Holzbestandteile kommen. Auch die im Innenraum gelöste und erhöhte Feuchtigkeit durch eine ungenügende Belüftung führt sehr schnell zu massiven Holzschäden.
    Weiterhin besteht der Schallschutz dieser Häuser in der Zweischaligkeit der Wände. Für spezielle Anforderungen an den Schallschutz muss eine schalltechnische Entkopplung der beiden Wände, also der Innen- und Außenwand erfolgen. Sie dürfen daher nicht durch starre Baueinheiten untereinander fixiert werden. Ist der Einbau hierbei unsachgemäß durchgeführt worden, dann ist ein optimaler Schallschutz nicht mehr gesichert.
    Weitere Nachteile bei Häusern in Holzständerbauweise sind stetig anfallende Wartungskosten, da Holz ständiger Beobachtung und Pflege bedarf. Diese kommen zu den Investitionskosten im Laufe der Zeit hinzu.
    Ersparnisse an Material oder handwerklichen Tätigkeiten führen bei diesen empfindlichen Häusern sofort zum erhöhten Energieverbrauch, einer Belästigung durch den Betriebslärm der Ventilatoren für die Raumbelüftung, Zugerscheinungen in den Räumen, Schimmelpilzbefall oder Bakterien in der Raumluft.

    Anbieter

    Es gibt in Deutschland bundesweit eine Vielzahl von Anbietern, welche sich auf das Errichten von Häusern in der Holzständerbauweise spezialisiert haben. Aber auch ausländische Hersteller, beispielsweise in Dänemark bieten diese Häuser an. Zudem sind diese Häuser speziell als industriell vorgefertigte Häuser lieferbar und es wird nur noch eine Montagefirma benötigt. Die Anbieter dieser Häuser beschäftigen sich teilweise schon über viele Jahre mit dem Erstellen herkömmlicher Holzhäuser und besitzen dabei für die spezifische Variante der Holzständerbauweise schon Erfahrung und Kompetenz in der Bauausführung.

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